Australien ist ein wirklich sehr sehr großes Land! Um möglichst viel von diesem Kontinent mit seinen unterschiedlichen Regionen erleben zu können, eignen sich ein Camper oder ein klassischer PKW hervorragend.

Deren Miete ist je nach Mietdauer und Strecke oftmals mit erheblichen Kosten verbunden. So kommen neben der reinen Mietgebühr für das Fahrzeug noch Kosten für Zusatzversicherungen, je zusätzlichem Fahrer (sehr zu empfehlen, wenn große Strecken zurückgelegt werden), Einweg-Mietgebühren sowie nicht zu vergessen für Sprit und Unterkunft (nicht überall darf man kostenlos übernachten) hinzu. Generell ist es nach unseren Erfahrungen vor Ort günstiger, den Camper oder den PKW möglichst früh (120 Tage vor Reiseantritt) zu buchen, da hier viele Anbieter Frühbucher-Konditionen einräumen.

Da wir uns im Vorfeld unserer Reise jedoch nicht bereits um einen Camper gekümmert hatten, stellten wir in Australien angekommen fest, dass aufgrund der Osterferien alle – und zwar wirklich alle – Campervans sowie Stationwagons für die kommenden zwei Wochen ausgebucht waren.

Durch Zufall stießen wir bei unserer vergeblichen Suche bei den verschiedenen Anbietern (Apollo, Britz, Spaceship, Jucy, Hippie, Thrifter und wie sie alle heißen) auf die Möglichkeit von Überführungen, sogenannte „Relocations“.

Diese stellen eine preiswerte Alternative dar, um an einen Campervan oder einen PKW zu kommen. Die Tagesmiete ist unschlagbar günstig und liegt meist zwischen $1 und $5. Weitere Vorteile sind, dass typische Zusatzfeatures, die normalerweise on-top berechnet werden (wie z.B. Gasflasche, Campingtisch und -stühle, Bettwäsche und Handtücher, Zusatzfahrer), bereits inkludiert sind. Zudem entfällt die Einweggebühr, da die Relocation per se bedeutet, dass man das Fahrzeug von A nach B befördert.

Man muss also nur für die Spritkosten aufkommen. Doch auch hier kann man ein echtes Schnäppchen machen, wenn man das Glück hat, eine Relation mit Rückerstattung der Spritkosten zu ergattern. Hierzu muss man nur die Original-Tankbelege bei Rückgabe des Fahrzeugs vorlegen und bekommt seine Ausgaben zurück. Die Höhe variiert hierbei – wir hatten einmal $50 und einmal $250 Rückerstattung.

Nachteilig ist sicher, dass viele Angebote häufig sehr kurzfristig von den Anbietern eingestellt werden, was eine gewisse Flexibilität erfordert. Zudem besteht eine Restriktion bzgl. der Tage, die man für die jeweilige Strecke benötigen darf – allerdings gibt es oftmals die Möglichkeit, Extratage dazu zu buchen. Auch die zu fahrenden Kilometer sind reglementiert, wobei sich die Kosten für zusätzlich benötigte Kilometer in sehr überschaubaren Grenzen halten.

Auf diese Weise hatten wir doch noch Glück und ergatterten unseren ersten Camper von Maui am Karfreitag in Adelaide. Nach 4 Tagen mitten durchs Outback mit Abstecher am Uluru/Ayers Rock erreichten wir Alice Springs. Hier hatten wir nahtlosen Anschluss an unsere zweite Relocation, dieses Mal mit einem Camper von Apollo, der uns bis nach Darwin hoch brachte.

Fazit: Wir haben durchweg positive Erfahrungen mit unseren beiden Campervan-Relocations gemacht und können diese Art des Reisens nur jedem weiterempfehlen. Entweder direkt auf der Website des Anbieters nachschauen oder über imoova (www.imoova.com) oder Transfercar (www.transfercar.com.au) suchen – übrigens gibt es hier nicht nur Angebote für Australien, sondern auch für Neuseeland, USA und einige europäische Länder.

Written by Sabrina

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